Ecce-Terram
Samstag, Februar 14, 2026
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse ansehen
  • Start
  • Der Mensch
  • Forschung
  • Geographie & Geologie
  • Klima & Wetter
  • Ozeane & Meeresbiologie
  • Luft- & Raumfahrt
  • Weitere
    • Pflanzen & Botanik
    • Politik & Gesellschaft
    • Technologien
    • Tierwelt & Ökosysteme
    • Umweltschutz & Nachhaltigkeit
    • Sonderveröffentlichungen
      • Tschernobyl
  • Magazin
  • Start
  • Der Mensch
  • Forschung
  • Geographie & Geologie
  • Klima & Wetter
  • Ozeane & Meeresbiologie
  • Luft- & Raumfahrt
  • Weitere
    • Pflanzen & Botanik
    • Politik & Gesellschaft
    • Technologien
    • Tierwelt & Ökosysteme
    • Umweltschutz & Nachhaltigkeit
    • Sonderveröffentlichungen
      • Tschernobyl
  • Magazin
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse ansehen
Ecce-Terram
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse ansehen
Startseite Forschung & Entdeckungen

Meilenstein der Hirnforschung: Bremer Team entschlüsselt Informationsverarbeitung

von Maria
3. September 2025
Lesezeit: mindestens 3 Minuten
0
Meilenstein der Hirnforschung: Bremer Team entschlüsselt Informationsverarbeitung

Dr. Eric Drebitz und sein Team beim Sichten von Forschungsergebnissen. Foto: Universität Bremen / Peter Bujotzek

Share on FacebookShare on Twitter

Erstmals haben Forschende der Universität Bremen gezeigt, dass es nicht nur auf den Inhalt einer Information ankommt, sondern entscheidend darauf, ob sie im richtigen Moment auf aufnahmebereite Nervenzellen trifft. Die Entdeckung dieses grundlegenden Mechanismus der selektiven Informationsverarbeitung ist ein wichtiger Meilenstein für das Verständnis von Aufmerksamkeitsstörungen, Demenz und für die Entwicklung neurotechnologischer Anwendungen. Die Studie wurde im Fachjournal Nature Communications veröffentlicht.

Dass das Gehirn Informationen bevorzugt verarbeitet, auf die wir unsere Aufmerksamkeit richten, ist seit Langem bekannt – ein klassisches Beispiel ist der sogenannte Cocktailparty-Effekt: „In einer Umgebung voller Stimmen, Musik und Nebengeräusche gelingt es dem Gehirn, sich auf eine einzelne Stimme zu konzentrieren. Die übrigen Geräusche sind objektiv nicht leiser, werden aber in diesem Moment weniger stark wahrgenommen“, erläutert Hirnforscher Dr. Eric Drebitz von der Universität Bremen. Das Gehirn richte seine Verarbeitung auf die gerade relevanten Informationen aus – in diesem Fall die Stimme des Gesprächspartners oder der Gesprächspartnerin –, während andere Signale zwar eintreffen, jedoch nicht in gleichem Maße weitergeleitet und verarbeitet würden.

Drebitz: „Unklar war bislang, wie dieser überlebenswichtige Mechanismus der Auswahl relevanter Informationen gesteuert wird: Wenn man eine Straße überquert und plötzlich ein Auto von der Seite auftaucht, richtet das Gehirn seine Verarbeitung sofort auf diese eine visuelle Information – die Bewegung des Fahrzeugs – aus. Andere Eindrücke wie Schilder, Passanten oder Werbetafeln treten in den Hintergrund, weil sie die Aufmerksamkeit ablenken und die Reaktion verlangsamen würden. Nur durch diese gezielte Priorisierung ist es möglich, schnell zu reagieren und auszuweichen.“

ähnliche Artikel

Ein "Wundersaurier" im Archiv: Wie Mirasaura grauvogeli das Verständnis der Reptilienevolution grundlegend verändert

Ein “Wundersaurier” im Archiv: Wie Mirasaura grauvogeli das Verständnis der Reptilienevolution grundlegend verändert

5. August 2025
Darstellung von Gentechnik und Genmanipulation.

Gentherapie in Amphibien: Ein Blick auf medizinische Potenziale und die ethischen Herausforderungen genetischer Eingriffe

24. Juli 2025

Zeitliche Abstimmung: der Schlüssel zur Informationsverarbeitung

Das Team um Neurowissenschaftler Andreas Kreiter und Eric Drebitz hat nun erstmals kausal nachgewiesen, wie das Gehirn relevante Informationen weiterleitet und verarbeitet: „Ob ein Signal im Gehirn weiterverarbeitet wird, hängt entscheidend davon ab, ob es im richtigen Moment – in einer kurzen Phase erhöhter Empfänglichkeit der Nervenzellen – eintrifft“, erläutert der Neurowissenschaftler Drebitz: „Nervenzellen arbeiten nicht kontinuierlich, sondern in einem schnellen Takt: Für wenige Millisekunden sind sie besonders aktiv und empfänglich, dann folgt ein Zeitfenster geringerer Aktivität und Erregbarkeit. Dieser Zyklus wiederholt sich etwa alle 10 bis 20 Millisekunden. Nur wenn ein Signal kurz vor dem Höhepunkt dieser aktiven Phase eintraf, veränderte es das Verhalten der Neurone.“ Diese zeitliche Abstimmung sei der grundlegende Mechanismus der Informationsverarbeitung. Die Aufmerksamkeit nutze diesen Mechanismus gezielt, indem sie die Taktung der Nervenzellen so ausrichte, dass relevante Signale genau in diesem Zeitfenster ankämen, während andere außen vor blieben.

Um die Ursache für diesen grundlegenden Mechanismus unseres Gehirns nachweisen zu können, wurde die selektive Reizweiterleitung bei Rhesusaffen untersucht – einer Art, die dem Menschen in der Organisation der Großhirnrinde stark ähnelt. Die Tiere lösten am Bildschirm eine visuelle Aufgabe, während in einem frühen Abschnitt des visuellen Verarbeitungswegs (Areal V2) sehr schwache elektrische Reize erzeugt wurden. Diese künstlichen Signale hatten keinen Bezug zur Aufgabe und dienten ausschließlich als Testreize. Anschließend analysierte das Team, wie sich diese Signale auf ein nachgeschaltetes Areal (Areal V4) auswirkten. „Die künstlich ausgelösten Signale beeinflussten die Aktivität der Nervenzellen in V4 nur dann, wenn sie in einer kurzen Phase erhöhter Empfänglichkeit eintrafen. Kam dasselbe Signal zu früh oder zu spät, blieb es wirkungslos. Traf es im sensiblen Zeitfenster ein, veränderte es nicht nur die Aktivität der Nervenzellen, sondern auch das Verhalten der Tiere: Sie reagierten langsamer und machten mehr Fehler – woraus sich schließen lässt, dass das Testsignal, das keine Informationen für die Aufgabe enthielt, Teil der Verarbeitung wurde und so die Durchführung der eigentlichen Aufgabe störte“, sagt Drebitz.

Wichtig für Verständnis des Gehirns und Behandlung von Alzheimer und ADHS

„Die Ergebnisse bieten eine Grundlage für präzisere Modelle des Gehirns. Sie zeigen, wie Informationen ausgewählt und gewichtet werden, bevor sie zu Wahrnehmung, Lernen und Verhalten führen“, so Drebitz. Dieses Wissen sei jedoch nicht nur für die Grundlagenforschung von Bedeutung, sondern etwa auch für die Medizin, „da Krankheiten wie zum Beispiel Alzheimer oder ADHS mit Problemen bei der selektiven Verarbeitung und Speicherung von relevanten Informationen einhergehen. Und für neue Technologien wie Brain-Computer-Interfaces, die direkt mit dem Gehirn kommunizieren.“ Damit solche Systeme zuverlässig arbeiteten, müssten sie Informationen exakt getaktet einspeisen und die Muster der Nervenzellen korrekt auslesen. Auch die Entwicklung Künstlicher Intelligenz (KI) könne von diesen Prinzipien profitieren, da sie als Vorlage für besonders flexible und effiziente Verarbeitung dienen könne.

Pressemitteilung von: Universität Bremen

Tags: ForschungHirnforschungInfoUni BremenWissenschaft

weitere tolle Artikel

Ein "Wundersaurier" im Archiv: Wie Mirasaura grauvogeli das Verständnis der Reptilienevolution grundlegend verändert

Ein “Wundersaurier” im Archiv: Wie Mirasaura grauvogeli das Verständnis der Reptilienevolution grundlegend verändert

5. August 2025
Darstellung von Gentechnik und Genmanipulation.

Gentherapie in Amphibien: Ein Blick auf medizinische Potenziale und die ethischen Herausforderungen genetischer Eingriffe

24. Juli 2025
Methanblasen im Meereseis

Methanhydrate am Meeresgrund: Klimagefahr oder Energieschatz?

17. Juli 2025
Schwefelbakterien sorgen gemeinschaftlich für Abbau organischer Substanzen im Meeresboden

Schwefelbakterien sorgen gemeinschaftlich für Abbau organischer Substanzen im Meeresboden

19. März 2025
Nächster Beitrag
„Niedersächsischer Weg“: Jahresbericht liegt vor

„Niedersächsischer Weg“: Jahresbericht liegt vor

Empfohlen

Wann lebten die Dinosaurier und welche Dinosaurier Arten gab es?

Wann lebten die Dinosaurier und welche Dinosaurier Arten gab es?

9. September 2024
Troodon Raubsaurier

Troodon: Ein intelligenter kleiner Dinosaurier mit großen Augen

8. November 2024
Rossini Film Restaurant: Was wurde aus dem einstigen Original-Restaurant “Romagna Antica”?

Rossini Film Restaurant: Was wurde aus dem einstigen Original-Restaurant “Romagna Antica”?

13. Juni 2024
Faszination Ozeane – Geheimnisse der Weltmeere

Faszination Ozeane – Geheimnisse der Weltmeere

9. April 2024
Wie bewusster Konsum unseren ökologischen Fußabdruck verändert

Wie bewusster Konsum unseren ökologischen Fußabdruck verändert

27. Januar 2026
Gezielte Hackerangriffe auf Petition zum Böllerverbot

Gezielte Hackerangriffe auf Petition zum Böllerverbot

29. Dezember 2025
Kann digitale Privatsphäre ökologisch sein?

Kann digitale Privatsphäre ökologisch sein?

19. Dezember 2025
Wie Geologie unser Leben prägt: Von Gesteinsschichten bis zu globalen Ökosystemen

Wie Geologie unser Leben prägt: Von Gesteinsschichten bis zu globalen Ökosystemen

24. November 2025

Kategorien

  • Der Mensch
  • Forschung & Entdeckungen
  • Geographie & Geologie
  • Klima & Wetter
  • Luft- & Raumfahrt
  • Magazin
  • Ozeane & Meeresbiologie
  • Pflanzen & Botanik
  • Politik & Gesellschaft
  • Technologien
  • Tierwelt & Ökosysteme
  • Umweltschutz & Nachhaltigkeit

Schlagwörter

Blühpflanze Deutsche Umwelthilfe Deutschland dino Dinosaurier Dinosaurierforschung DUH Eltern Forschung Fossilien Garten Gartenpflanze Heuschrecken Hochschule Bremerhaven Info Klima Klimaschutz Klimawandel Nachhaltigkeit Naturschutz Niedersachsen NLWKN Nützlinge Oldenburg Ozean Paläontologie Pflanze RASFF Ratgeber Rote Liste Schädlinge Terrasse Tierschutz Tipps Umwelt umweltschutz Universität Oldenburg Urban Gardening urzeit weltall Windenergie Wissen Wissenschaft Ökologie ökosystem
Ecce Terram Logo

Auf ecce-terram.de öffnen wir die Tür zu einem faszinierenden Abenteuer, das uns die Schönheit unserer Erde näherbringt und gleichzeitig die Bedeutung ihres Schutzes hervorhebt. Unsere Webseite lädt dazu ein, die Vielfalt und Komplexität unseres Planeten zu erkunden und bietet fundierte Informationen aus verschiedenen Bereichen, von Geografie und Geologie bis hin zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit.

Neueste Beiträge

  • Wie bewusster Konsum unseren ökologischen Fußabdruck verändert
  • Gezielte Hackerangriffe auf Petition zum Böllerverbot
  • Kann digitale Privatsphäre ökologisch sein?

Kategorien

  • Der Mensch
  • Forschung & Entdeckungen
  • Geographie & Geologie
  • Klima & Wetter
  • Luft- & Raumfahrt
  • Magazin
  • Ozeane & Meeresbiologie
  • Pflanzen & Botanik
  • Politik & Gesellschaft
  • Technologien
  • Tierwelt & Ökosysteme
  • Umweltschutz & Nachhaltigkeit
  • Home
  • Tschernobyl
  • Datenschutzerklärung
  • Impressum
  • Sitemap
  • Über uns

© Ecce-Terram.de || Bo Mediaconsult

Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse ansehen
  • Start
  • Der Mensch
  • Forschung
  • Geographie & Geologie
  • Klima & Wetter
  • Ozeane & Meeresbiologie
  • Luft- & Raumfahrt
  • Weitere
    • Pflanzen & Botanik
    • Politik & Gesellschaft
    • Technologien
    • Tierwelt & Ökosysteme
    • Umweltschutz & Nachhaltigkeit
    • Sonderveröffentlichungen
      • Tschernobyl
  • Magazin