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Immer häufiger Cannabinoide in Süßwaren

von Maria
30. September 2024
Lesezeit: mindestens 2 Minuten
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Immer häufiger Cannabinoide in Süßwaren

Immer häufiger Cannabinoide in Süßwaren

Im Jahr 2023 wurden über das Europäische Schnellwarnsystem RASFF (Rapid Alert System for Food and Feed) knapp 4.700 Meldungen zu potenziell gesundheitsgefährdenden Lebensmitteln, Futtermitteln und Lebensmittelkontaktmaterialien zwischen den Behörden der 31 angeschlossenen Staaten ausgetauscht. Dies stellt einen neuen Höchststand dar, wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mitteilt. Insbesondere Cannabinoide, die in Süßwaren wie Gummidrops, Keksen, Honig und Softdrinks nachgewiesen wurden, rückten zunehmend in den Fokus der Behörden.

Deutschland an der Spitze der meldenden Staaten

Etwa jede achte Meldung im Schnellwarnsystem (592 Meldungen) wurde von deutschen Behörden übermittelt. Damit liegt Deutschland gleichauf mit den Niederlanden an der Spitze der meldenden Staaten. Von allen im Schnellwarnsystem erfassten Meldungen betrafen 89 Prozent Lebensmittel, sieben Prozent Futtermittel und vier Prozent Lebensmittelbedarfsgegenstände wie Geschirr, Kochutensilien oder Verpackungen.

Häufigste Warngründe

Zu den häufigsten Warngründen zählten, wie in den Vorjahren, Pflanzenschutzmittelrückstände in Obst und Gemüse aus der Türkei sowie Salmonellen in Geflügelfleisch aus Polen. Insgesamt ging die Anzahl dieser Meldungen jedoch im zweiten Jahr in Folge zurück. Stattdessen stieg die Anzahl der Warnungen zu nicht zugelassenen neuartigen Lebensmitteln deutlich an. Ein Großteil dieser Meldungen betraf Produkte, die das als neuartig eingestufte Cannabidiol (CBD) enthalten. Über 90 RASFF-Meldungen bezogen sich auf CBD, wobei 44 dieser Meldungen von deutschen Behörden stammten.

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Besorgniserregende Entwicklungen bei Cannabinoiden

Besonders kritisch wird die zunehmende Verbreitung von Cannabinoiden in Lebensmitteln eingeschätzt, die speziell Kinder und Jugendliche ansprechen könnten. Im Jahr 2023 meldeten die Behörden über das Schnellwarnsystem mehr als 20 Produkte, die leicht mit handelsüblichen Lebensmitteln verwechselt werden könnten. Dazu zählten unter anderem Gummidrops, Kaugummis, Honig, Sirup, Softgetränke und Kekse. Einige dieser Produkte enthielten neben CBD auch das psychoaktive Cannabinoid Hexahydrocannabinol (HHC), dessen Verkauf in Deutschland inzwischen verboten ist.

Das Europäische Schnellwarnsystem RASFF

Das Europäische Schnellwarnsystem RASFF ermöglicht es den Behörden der angeschlossenen Staaten, Informationen über potenziell gesundheitsgefährdende Lebensmittel, Futtermittel und Lebensmittelkontaktmaterialien auszutauschen. Mitglieder des RASFF-Netzwerks sind neben der Europäischen Kommission, der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und der EFTA-Überwachungsbehörde (ESA) insgesamt 31 Staaten, darunter alle EU-Mitgliedstaaten sowie Norwegen, die Schweiz, Liechtenstein und Island. In Deutschland fungiert das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) als nationale RASFF-Kontaktstelle. Es übermittelt Informationen aus anderen Mitgliedsstaaten an die zuständigen Überwachungsbehörden in den 16 Bundesländern und leitet Meldungen deutscher Behörden an die Europäische Kommission weiter.

Tags: CannabinoideRASFFSchnellwarnsystemSüßwaren

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