Ecce-Terram
Samstag, Juni 13, 2026
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse ansehen
  • Start
  • Der Mensch
  • Forschung
  • Geographie & Geologie
  • Klima & Wetter
  • Ozeane & Meeresbiologie
  • Luft- & Raumfahrt
  • Weitere
    • Pflanzen & Botanik
    • Politik & Gesellschaft
    • Technologien
    • Tierwelt & Ökosysteme
    • Umweltschutz & Nachhaltigkeit
    • Sonderveröffentlichungen
      • Tschernobyl
  • Magazin
  • Start
  • Der Mensch
  • Forschung
  • Geographie & Geologie
  • Klima & Wetter
  • Ozeane & Meeresbiologie
  • Luft- & Raumfahrt
  • Weitere
    • Pflanzen & Botanik
    • Politik & Gesellschaft
    • Technologien
    • Tierwelt & Ökosysteme
    • Umweltschutz & Nachhaltigkeit
    • Sonderveröffentlichungen
      • Tschernobyl
  • Magazin
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse ansehen
Ecce-Terram
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse ansehen
Startseite Ozeane & Meeresbiologie

Klimawandel setzt Heringslarven unter Stress

von Maria
21. November 2024
Lesezeit: mindestens 2 Minuten
0
Klimawandel setzt Heringslarven unter Stress

Foto: Ture Tempelmann

Share on FacebookShare on Twitter

Klimawandel setzt Heringslarven unter Stress

Wenn Heringslarven mehreren Stressfaktoren gleichzeitig ausgesetzt sind, vermindert sich ihre Fähigkeit, auf molekularbiologischer Ebene auf diese Veränderungen zu reagieren: Bereits bei einer Kombination aus zwei Faktoren bleibt eine schützende Antwort aus. Das ist das Ergebnis eines Experiments, das ein Team um Dr. Andrea Franke vom Helmholtz-Institut für Funktionelle Marine Biodiversität an der Universität Oldenburg (HIFMB) in Kiel durchführte. Die Forschenden setzten Heringslarven aus der Ostsee Stress durch erhöhte Temperaturen, Bakterien und eine Kombination aus beidem aus. Die Ergebnisse veröffentlichten sie in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Science of the Total Environment“. An der Studie waren außerdem Forschende des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel und der Universität Kiel beteiligt.

Die Forschenden schauten sich in ihrem Experiment drei Arten von Reaktionen an, um herauszufinden, wie die Heringslarven auf verschiedene Kombinationen von Umweltveränderungen reagierten. Zum einen untersuchten sie die Aktivität aller Gene der Larven, die sogenannte Genexpression. Zum zweiten untersuchte das Team sogenannte microRNA. Dabei handelt es sich um kurze Moleküle, die im komplexen Prozess der Herstellung von Proteinen eine hemmende oder unterstützende Wirkung haben können. Über die Genexpression und über die microRNA verfügt ein Organismus über Möglichkeiten, die Bildung von Proteinen zu regulieren und somit auf Umweltveränderungen zu reagieren. Als drittes betrachteten die Forschenden das Mikrobiom der Heringslarven: Sie ermittelten anhand von Genanalysen, welche Mikroben auf und in den Tieren leben.

Bei allen drei Analysen konnten sie Veränderungen feststellen. Besonders eindrücklich zeigte sich eine Reaktion der Larven bei der Genexpression: Waren die Tiere einer Hitzewelle oder Bakterien ausgesetzt, konnten die Forschenden beobachten, dass ein großer Teil der Gene herunterreguliert war. Dies werten die Wissenschaftler*innen als zelluläre Stressantwort, die dem Schutz von Proteinen und der Erbsubstanz DNA dient und dazu beiträgt, irreversible Zellschäden zu vermeiden.

ähnliche Artikel

Der Buckelwal „Timmy“ in der Ostsee – ein Ausnahmefall bewegt Deutschland

Der Buckelwal „Timmy“ in der Ostsee – ein Ausnahmefall bewegt Deutschland

28. April 2026
Gezielte Hackerangriffe auf Petition zum Böllerverbot

Gezielte Hackerangriffe auf Petition zum Böllerverbot

29. Dezember 2025

Überraschend war für die Forschenden allerdings, dass diese Stressantwort komplett ausblieb, wenn die Larven einer Hitzewelle und gleichzeitig den Bakterien ausgesetzt waren. „Wir hatten nicht erwartet, dass die Larven keine Reaktion auf der Ebene der Genexpression mehr zeigen, wenn mehreren Stressfaktoren gleichzeitig auftreten. Das kann bei den Larven zum Beispiel zu Proteinschädigungen und Zellschäden führen und ihr Wachstum und Überleben langfristig beeinträchtigen“, so Erstautorin Franke. Für den Heringsbestand der westlichen Ostsee, der bereits stark dezimiert ist und sich auf einem historischen Tief befindet, wären das schlechte Nachrichten.

Bisher wurde in vergleichbaren Experimenten meist nur der Effekt einzelner Stressfaktoren auf Fischlarven untersucht. Das entspreche allerdings nicht unbedingt der Realität, betont Franke: „Der Klimawandel führt oft dazu, dass Meereslebewesen und Ökosysteme mehreren Belastungen gleichzeitig ausgesetzt sind.“ Mögliche Nachfolgestudien unter Klimawandelbedingungen könnten Franke zufolge untersuchen, ob sich die Beobachtungen auch bei längerfristig angelegten Experimenten bestätigen und welche Konsequenzen das für die Überlebensfähigkeit der Fische hat.

Das Helmholtz-Institut für Funktionelle Marine Biodiversität wurde 2017 als institutionelle Kooperation zwischen der Universität Oldenburg und dem Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) gegründet. Es erforscht die marine Biodiversität und ihre Bedeutung für die Funktion der marinen Ökosysteme. Dabei entwickelt es die wissenschaftlichen Grundlagen für den Meeresnaturschutz und das Ökosystemmanagement.

Pressemitteilung von: Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Tags: HeringslarvenInfoKlimawandelökosystemUniversität Oldenburg

weitere tolle Artikel

Der Buckelwal „Timmy“ in der Ostsee – ein Ausnahmefall bewegt Deutschland

Der Buckelwal „Timmy“ in der Ostsee – ein Ausnahmefall bewegt Deutschland

28. April 2026
Gezielte Hackerangriffe auf Petition zum Böllerverbot

Gezielte Hackerangriffe auf Petition zum Böllerverbot

29. Dezember 2025
Abschlussbilanz der Seehund-Zählflüge im UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer zwischen Ems und Elbe – mehr Jungtiere

Abschlussbilanz der Seehund-Zählflüge im UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer zwischen Ems und Elbe – mehr Jungtiere

30. August 2025
Ostseeküste feiert erstmals den Internationalen Tag der Meeresschutzgebiete

Ostseeküste feiert erstmals den Internationalen Tag der Meeresschutzgebiete

23. Juli 2025
Nächster Beitrag
Deutsche Umwelthilfe leitet Rechtsverfahren gegen 15 weitere Gasversorger ein

Deutsche Umwelthilfe leitet Rechtsverfahren gegen 15 weitere Gasversorger ein

Empfohlen

Ringelnatter (Natrix natrix): Steckbrief, Aussehen, Verhalten, Nahrung und Wissenswertes zur häufigsten heimischen Schlange

Ringelnatter (Natrix natrix): Steckbrief, Aussehen, Verhalten, Nahrung und Wissenswertes zur häufigsten heimischen Schlange

8. Juli 2025
Rossini Film Restaurant: Was wurde aus dem einstigen Original-Restaurant “Romagna Antica”?

Rossini Film Restaurant: Was wurde aus dem einstigen Original-Restaurant “Romagna Antica”?

13. Juni 2024
Roter kriechender Thymian – Pflanzen, Pflege, Wissen und Tipps für naturnahe Gärten

Roter kriechender Thymian – Pflanzen, Pflege, Wissen und Tipps für naturnahe Gärten

10. April 2025
Diplodocus Sauropode

Diplodocus: Der Langhals mit beeindruckender Größe

8. November 2024
Der Buckelwal „Timmy“ in der Ostsee – ein Ausnahmefall bewegt Deutschland

Der Buckelwal „Timmy“ in der Ostsee – ein Ausnahmefall bewegt Deutschland

28. April 2026
Recycling allein reicht nicht Warum Wiederverwendung in der Industrie wichtiger wird

Recycling allein reicht nicht: Warum Wiederverwendung in der Industrie wichtiger wird

4. Juni 2026
38. Deutscher Naturschutztag: Naturschutz trifft Metropole

38. Deutscher Naturschutztag: Naturschutz trifft Metropole

11. März 2026
Hormonhaushalt unter Druck: Welche Folgen haben Schlafmangel und Dauerstress für das Wohlbefinden wirklich?

Hormonhaushalt unter Druck: Welche Folgen haben Schlafmangel und Dauerstress für das Wohlbefinden wirklich?

10. März 2026

Kategorien

  • Der Mensch
  • Forschung & Entdeckungen
  • Geographie & Geologie
  • Klima & Wetter
  • Luft- & Raumfahrt
  • Magazin
  • Ozeane & Meeresbiologie
  • Pflanzen & Botanik
  • Politik & Gesellschaft
  • Technologien
  • Tierwelt & Ökosysteme
  • Umweltschutz & Nachhaltigkeit

Schlagwörter

BFN Biodiversität Blühpflanze Bremen Deutsche Umwelthilfe Deutschland dino Dinosaurier Dinosaurierforschung DUH Forschung Garten Gartenpflanze Heuschrecken Hochschule Bremerhaven Imker Info Klima Klimaschutz Klimawandel Kreidezeit Nachhaltigkeit Naturschutz Niedersachsen NLWKN Nützlinge Oldenburg Paläontologie Pflanze RASFF Ratgeber Schädlinge Selbstversorgung Tierschutz Tipps Trends Umwelt umweltschutz Universität Oldenburg urzeit weltall Wissen Wissenschaft Ökologie ökosystem
Ecce Terram Logo

Auf ecce-terram.de öffnen wir die Tür zu einem faszinierenden Abenteuer, das uns die Schönheit unserer Erde näherbringt und gleichzeitig die Bedeutung ihres Schutzes hervorhebt. Unsere Webseite lädt dazu ein, die Vielfalt und Komplexität unseres Planeten zu erkunden und bietet fundierte Informationen aus verschiedenen Bereichen, von Geografie und Geologie bis hin zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit.

Neueste Beiträge

  • Der Buckelwal „Timmy“ in der Ostsee – ein Ausnahmefall bewegt Deutschland
  • Recycling allein reicht nicht: Warum Wiederverwendung in der Industrie wichtiger wird
  • 38. Deutscher Naturschutztag: Naturschutz trifft Metropole

Kategorien

  • Der Mensch
  • Forschung & Entdeckungen
  • Geographie & Geologie
  • Klima & Wetter
  • Luft- & Raumfahrt
  • Magazin
  • Ozeane & Meeresbiologie
  • Pflanzen & Botanik
  • Politik & Gesellschaft
  • Technologien
  • Tierwelt & Ökosysteme
  • Umweltschutz & Nachhaltigkeit
  • Home
  • Tschernobyl
  • Datenschutzerklärung
  • Impressum
  • Sitemap
  • Über uns

© Ecce-Terram.de || Bo Mediaconsult

Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse ansehen
  • Start
  • Der Mensch
  • Forschung
  • Geographie & Geologie
  • Klima & Wetter
  • Ozeane & Meeresbiologie
  • Luft- & Raumfahrt
  • Weitere
    • Pflanzen & Botanik
    • Politik & Gesellschaft
    • Technologien
    • Tierwelt & Ökosysteme
    • Umweltschutz & Nachhaltigkeit
    • Sonderveröffentlichungen
      • Tschernobyl
  • Magazin